Ansatz

Die Präsentation des Geruchsartikels / Anriechen

Beim Checken der Geruchsprobe sollte der Hund konzentriert und stressfrei sein.

Der Ort des Ansetzens muss immer genau durchdacht gewählt sein.
Ablenkung, Unruhe oder Stellen mit voraussichtlich schwierigen Witterungsverhältnissen sollen nach Möglichkeit (insbesondere am Beginn der Ausbildung) vermieden werden.

Einige Hundeführer präsentieren den Geruchsartikel in der Tüte, indem dem Hund die Tüte über die Nase gestreift wird. Der Vorteil hierbei ist die Konzentration des Geruchs. Der Hundeführer kann am Zusammenziehen der Tüte erkennen, wann der Hund kräftig geatmet hat. Hierzu ist es notwendig, die Tüte dem Hund vorher positiv zu verknüpfen.

Andere Hundeführer halten dem Hund die geöffnete Tüte unter die Nase und der Hund kann selbst bestimmen, wie tief und wie lange er anriechen will.

Eine andere Möglichkeit ist es, dem Hund den Geruchsartikel mit der Kornzange vor die Nase zu halten. Eventuelle Störeinflüsse der Tüte werden dadurch ausgeschaltet (Weichmacher, Stress durch Tüte über Nase).

Einige Hundeführer präsentieren den Geruchsartikel, indem sie ihn in der Tüte auf den Boden legen und den Hund selbständig an den Artikel herangehen lassen.

Legt man den Gegenstand ohne Tüte auf den Boden kann es insbesondere bei kleinen Artikeln zu Störeinflüssen durch die Umgebung (Boden ist mit zahlreichen Gerüchen kontaminiert) kommen und das Risiko besteht, dass der Hund einen anderen (vielleicht intensiveren) Geruch als den zu suchenden annimmt und verfolgt.

Unabhängig von der bevorzugten Art des Anriechens sollte der Hund erlernen, den Geruch ”von etwas” (auch in der Höhe / Tiefe) zu nehmen (z.B. Stuhl,..) da manchmal nicht die Zeit besteht, eine Geruchskopie zu gewinnen und dem Hund das Ansetzen z.B. an einem Autositz oder einer Türklinke leicht fällt, wenn er es erst einmal erlernt hat.

Schütteln

Auffällig ist, dass sich viele Hunde nach dem Anriechen schütteln und erst dann loslegen.

 

Wie tief muss der Hund in die Tüte?

Anders gefragt: ist es überhaupt erforderlich, dass der Hund den Rüssel tief in die Tüte steckt, oder reicht ein kurzer “sniff”?

Man kann leicht erkennen, ob der Hund eine ausreichende Menge an Geruch aufnimmt oder “nur tut als wenn”.

Hat der Hund die Notwendigkeit des Geruchsartikels kapiert?

Aufsuchen des Ansatzes

Nicht immer ist der genaue Ort bekannt, an dem die Person abgängig ist.
Manchmal werden nur ungenaue Zeugenaussagen gemacht und manchmal ist es erforderlich die Spur wiederaufzufinden, wenn der Hund aus irgendwelchen Gründen die Spur verloren hat.

Hierzu ist es wichtig, dass der Hund beim Suchen der Spur (also noch ohne die gesuchte Witterung zu haben) ein anderes für den Hundeführer leicht erkennbares Verhalten zeigt. Zieht der Hund straight an der Leine und stürmt drangvoll nach vorne, so ist kaum ein Unterschied zwischen “on” und “off” zu erkennen und es kann leicht passieren, dass man dem Hund kilometerweit von der Spur hinterherläuft.

Da man beim Trailen als ein Team arbeitet, kann und sollte auch der Hundeführer den Hund bei der Suche unterstützen, indem er den Hund an “wahrscheinlichen” Stellen nach der Witterung suchen läßt. Stößt der Hund irgendwann auf die gesuchte Witterung, so wird er dieses durch kräftigen Zug und zielgerichtetes Suchen anzeigen.

Dieses Aufsuchen der Spur nach dem gesuchten Geruch nennt man in Amerika

Casting .

 Man arbeitet hierbei zügig ein bestimmtes verdächtiges Areal mit seinem Hund ab. Während der Suche kreist der Hund an lockerer Leine, während der Hundeführer durch seine Vorwärtsbewegung die Suchrichtung vorgibt.

 

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