Verarbeitung und Wahrnehmung

Verarbeitung und Wahrnehmung

Bis hierhin erfolgte eine nur unbewußte Verarbeitung.
Der Impuls gelangt dann zum Thalamus, der Schaltzentrale für Sinneswahrnehmungen im Gehirn.

Von dort erfolgt die Verschaltung zu höheren und entwicklungsgeschichtlich jüngeren Zentren im Gehirn. Dort findet die weitere Verarbeitung der Information statt.

In der Riechrinde des Großhirns werden die Informationen über die Duftwahrnehmung gespeichert und mit bisherigen Duftmerkmalen verglichen und somit bewußt.

Die Identifikation des Geruchs ist ein Lernprozeß.

In der Riechrinde wird das Nervenimpulsmuster mit anderen Sinneseindrücken gekoppelt (sehen,..) und abgespeichert (sog. olfaktorische Gestaltwahrnehmung).

Für welche Gerüche die Nase nun hochsensibel ist (d.h. verschiedenen Geruchsstoffe in geringsten Konzentrationen erkennen und unterscheiden kann), hängt von den Bedürfnissen der jeweiligen Tierart ab.

So sind z.B. Fruchtaromen für einen Hund unbedeutend, der Geruchssinn ist dafür nur wenig ausgeprägt. Fettsäuren hingegen als Bestandteil der meisten Beutetier-Fährten sind für Hunde von großer Relevanz.

Für Buttersäuren ist der Hund 106 mal empfindlicher als der Mensch.
Zur Wahrnehmung von Buttersäure benötigt der Mensch in 1000 cm3 Luft mindestens 1 mg Buttersäure, der Hund hingegen kann 1 mg Buttersäure noch in 1 Milliarde Luft wahrnehmen.

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